BEDROHUNG
Eine als „high“ bewertete Schwachstelle im Cisco Secure Firewall Management Center (FMC) wurde nach Angaben von Cisco als Zero-Day ausgenutzt – Patches stehen bereit.
Die als CVE-2026-20316 geführte Lücke betrifft statische Zugangsdaten für ein integriertes Konto mit geringen Berechtigungen. Ein nicht-authentifizierter Angreifer mit Netzwerkzugriff auf das FMC-Management-Interface kann sich laut Cisco mit diesem Konto anmelden und auf sensible Daten zugreifen, die für das Konto verfügbar sind. Die Lücke wird mit einem CVSS-Score von 5.3 bewertet. Da sie mit weiteren Schwachstellen in FMC kombiniert werden kann, um Privilege-Escalation zu erreichen, stuft Cisco sie jedoch als „high“ ein. Betroffen ist Cisco Secure FMC Software unabhängig von der Gerätekonfiguration.
Die Schwachstelle hat jedoch keine Auswirkungen auf Cloud-Delivered FMC, Firewall Device Manager, Secure Firewall ASA Software, Secure Firewall Threat Defense Software und Security Cloud Control. Sofern das Management-Interface nicht über das öffentliche Internet zugänglich ist, verringert dies die Angriffsfläche. Ein Workaround existiert nicht.
Cisco wurde im Juli 2026 auf die aktive Ausnutzung aufmerksam, nannte aber keine Details zu Angriffszeitraum, Umfang, Angreifern oder betroffenen Organisationen. Zur Prüfung auf eine mögliche Kompromittierung empfiehlt der Hersteller, die Datei /var/log/messages auf Einträge mit /var/tmp/license.tmp zu durchsuchen und gegebenenfalls Zugangsdaten und Zertifikate auf betroffenen Systemen zu rotieren.
Was jetzt zu tun ist:
- umgehend patchen
- Zugriff auf das FMC-Management-Interface beschränken
- Logs auf Hinweise prüfen (s. o.)
PRÄVENTION & DETEKTION
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Autor: Michael Niers