#Ransomware- und APT-Akteure greifen Cisco FMC an

| KW 39

BEDROHUNG

Angreifer nutzen zwei bereits gepatchte Schwachstellen im Cisco Secure Firewall Management Center (FMC) aktiv aus. Cisco Talos ordnet die Angriffe unterschiedlichen Aktivitätsclustern zu, darunter ein Ransomware-Akteur und eine mutmaßliche APT-Gruppe.

CVE-2026-20079 umgeht die Authentifizierung und erreicht einen CVSS-Score von 10.0: Nicht authentifizierte Angreifer führen damit Skripte auf verwundbaren FMC-Systemen aus und erlangen Root-Rechte. CVE-2026-20316 (CVSS 5.3) betrifft statische Zugangsdaten eines integrierten Kontos mit geringen Berechtigungen; in Kombination mit weiteren Lücken lassen sich die Rechte ausweiten.

Der von Cisco Talos als UAT-11988 geführte Akteur meldete sich über die statischen Zugangsdaten an einem FMC-Gerät an, missbrauchte anschließend integrierte Verwaltungswerkzeuge zur Netzwerkaufklärung, stahl Zugangsdaten und richtete Tunnel ein. Am Ende führte die Gruppe die Ransomware Qilin auf einzelnen Endgeräten aus. Der zweite Cluster UAT-11823 gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit als APT-Gruppe, deren Werkzeuge sich mit denen von Sandworm überschneiden. Sie nutzte beide Schwachstellen und installierte eine Variante der Linux-Malware Cyclops Blink, die persistenten Zugriff, Credential Harvesting und das Mitschneiden von Netzwerkverkehr erlaubt.

Workarounds bietet Cisco nicht an – nur die veröffentlichten Hotfixes schließen die Lücken.

 

Was jetzt zu tun ist:

  • Hotfixes umgehend einspielen
  • Zugriff auf das FMC-Management-Interface beschränken
  • Logs und Systeme auf Kompromittierungsspuren prüfen

 

PRÄVENTION & DETEKTION

Eine moderne EDR-Lösung erkennt typische Angreiferaktivitäten, wie die Installation von Malware/
Ransomware oder die Ausführung von Befehlen für die Aufklärung des Netzwerks, Einrichtung von Tunneln, etc.

Ein wirksames Schwachstellenmanagement identifiziert bekannte Sicherheitslücken, sodass sie geschlossen werden bevor eine Ausnutzung stattfindet. 

Monitoring erkennt ungewöhnliche Verbindungen, verdächtige Loginversuche und andere Anzeichen einer möglichen Kompromittierung frühzeitig.

 

Autor: Michael Niers

 

 

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