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Die Ransomware-Gruppe Rhysida griff Mitte August die Berliner Senatsverwaltung an und forderte 30 Bitcoin Lösegeld. Weil der Senat nicht zahlte, hat die Hackergruppe Rhysida 5,8 Terabyte gestohlene Berliner Verwaltungsdaten im Darknet veröffentlicht.
Nach Recherchen des Spiegel sollen sich unter den auf Rhysidas Leak-Seite veröffentlichten Daten unter anderem 46.500 Verträge der Stadt, 80.000 Verfahren zu Ordnungswidrigkeiten und etwa 6.000 Dateien mit nicht näher beschriebenen Login-Daten befinden. Zusätzlich sollen Unterlagen zu kritischer Infrastruktur, Notfallplänen und Justizangelegenheiten betroffen sein. Die Authentizität und Vollständigkeit der veröffentlichten Daten ließen sich zunächst nicht abschließend verifizieren. Bestätigt ist, dass zwischen dem 7. und 12. August Daten in nennenswertem Umfang aus den betroffenen Systemen abgeflossen sind.
Rhysida erregte bereits 2023 mit einem Angriff auf die Britische Nationalbibliothek Aufmerksamkeit und beanspruchte zuletzt auch einen Angriff auf die Stadtverwaltung Stuttgart für sich. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner hatte betont, das Land werde sich nicht erpressen lassen, wie heise berichtet. Nach dem Verstreichen der Frist am Nachmittag wurde auf der Webseite der Erpresser im Darknet die „Auktion“ beendet, und eine Stunde später konnte man den Download der Daten starten.
Autor: Michael Niers