# Kritische Schwachstelle durch Cl0p-nahe Akteure ausgenutzt

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BEDROHUNG

Eine Schwachstelle in Internet-exponierten Instanzen von PTC Windchill und FlexPLM wird derzeit von Cl0p-nahen Akteuren ausgenutzt, um Remote-Code-Execution (RCE) zu erreichen. Die als CVE-2026-12569 geführte Lücke wird als kritisch eingestuft, Patches stehen seit dem 17. Juni bereit.

Laut einer gemeinsam veröffentlichten Sicherheitswarnung von Ransom-ISAC, eCrime.ch und Defused kombinieren die Angreifer eine Pre-Authentication-Information-Disclosure im FlexPLM-WSDL-Endpunkt mit einer serverseitigen Schwachstelle im Windchill-Loginservlet. Dadurch können sie ohne vorherige Authentifizierung Code ausführen und JSP-Web-Shells unter /Windchill/login/ ablegen. Beobachtet wurden unter anderem Enumeration des Dateisystems, Staging von Engineering- und Designdaten sowie anschließende Datenexfiltration.

Betroffen sind laut Ransom-ISAC insbesondere Organisationen aus Fertigung, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Einzelhandel. ReliaQuest weist zudem darauf hin, dass der verantwortliche Akteur nicht abschließend bestätigt sei. Die beobachteten Vorgehensweisen ähneln jedoch früheren Cl0p-Kampagnen.

Ähnlich wie bei der Oracle EBS-Kampagne 2025 scheinen die Erpressungs-Mails von zuvor kompromittierten Konten zu stammen und an Hunderte von Nutzern innerhalb betroffener Organisationen gesendet worden zu sein, allerdings mit neuen Kontaktadressen der Cl0p-Gruppe. PTC-Kunden wird empfohlen, ihre Windchill- und FlexPLM-Systeme zu patchen und exponierte Instanzen nach Möglichkeit hinter VPNs oder vertrauenswürdigen Gateways zu platzieren. 


Was jetzt zu tun ist:

  • umgehend patchen
  • Zugriff auf exponierte Instanzen beschränken
  • gegebenenfalls Zugangsdaten rotieren 

 

PRÄVENTION & DETEKTION

Schwachstellenmanagement identifiziert Sicherheitslücken frühzeitig, bevor sie von Angreifern ausgenutzt werden können.

Eine EDR Lösung erkennt Angriffe auf Endgeräten frühzeitig und minimiert so die Auswirkungen von Sicherheitsvorfälle.

 

Autor: Michael Niers 

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