BEDROHUNG
Google verteilt Updates für zwölf Chrome-Schwachstellen, eine davon nutzen Angreifer bereits aus. Das Unternehmen bestätigt einen Exploit in freier Wildbahn, hält Details zu den Angriffen aber zunächst zurück. CVE-2026-85046 ist eine Type-Confusion-Schwachstelle in V8, der JavaScript- und WebAssembly-Engine des Browsers, und mit CVSS 8.8 bewertet. Über eine präparierte HTML-Seite führen Angreifer Code innerhalb der Browser-Sandbox aus.
Gefunden hat die Lücke der Sicherheitsforscher Salvatore Gulizia im Rahmen von Googles Bug-Bounty-Programm. Nach seiner Analyse ordnen die V8-Compiler einem Array mit PACKED_ELEMENTS fälschlicherweise PACKED_SMI_ELEMENTS zu, was Lese- und Schreibzugriffe auf den JavaScript-Heap eröffnet. Seit Jahresbeginn hat Google damit bereits sechs Zero-Days in Chrome gemeldet.
Was jetzt zu tun ist:
umgehend patchen
PRÄVENTION & DETEKTION
EDR (Endpoint Detection and Response) erkennt verdächtiges Verhalten frühzeitig und ermöglicht eine schnelle Reaktion.
Durch kontinuierliches Security Monitoring lassen sich auffällige Aktivitäten frühzeitig identifizieren und gezielt untersuchen.
Autor: Christoph Kronabel