BEDROHUNG
Ein unabhängiger Security Researcher hat nach „Copy Fail“ die nächste schwerwiegende Linux-Schwachstelle veröffentlicht. „Dirty Frag“ erlaubt es einem unprivilegierten lokalen Nutzer, Root-Rechte zu erlangen. Betroffen sind Ubuntu, RHEL, Fedora, AlmaLinux und CentOS Stream.
Anders als viele Kernel-Exploits benötigt der Angriff weder präzise Zeitfenster noch Race Conditions und funktioniert daher sehr zuverlässig. Ein Proof-of-Concept Exploit liegt bereits vor.
Der Angriff kombiniert mehrere Kernel-Fehler und manipuliert am Ende den Page-Cache von Dateien im Arbeitsspeicher, auf die der Nutzer eigentlich nur Leserechte besitzt – etwa /etc/passwd oder /usr/bin/su. Bei darauffolgenden Zugriffen nutzt Linux die manipulierten Einträge aus dem Arbeitsspeicher, was schließlich zu erweiterten Rechten und Root-Zugriff führt.
Was jetzt zu tun ist:
- Kernel-Module esp4, esp6 und rxrpc blockieren oder entfernen
Prävention & Detektion
EDR-Lösungen, wie SentinelOne oder Microsoft Defender, ermöglichen eine tiefgehende Transparenz auf Endpunkten und in Entwicklungsumgebungen. Sie erkennen verdächtige Aktivitäten frühzeitig und unterstützen dabei, auch komplexe Angriffe schnell zu analysieren und wirksam einzudämmen
Autor: Michael Niers