BEDROHUNG
Cisco hat eine kritische Schwachstelle in Nexus-9000-Switches mit Silicon-One-ASIC geschlossen. CVE-2026-20212 erlaubt nicht authentifizierten Angreifern, Code mit Root-Rechten auszuführen, und ist mit CVSS 9.8 bewertet. Ursache ist ein Dienst, der an eine unzureichend eingeschränkte IP-Adresse gebunden ist: Die TCP-Ports 43210 und 43211 sind dadurch standardmäßig über die Layer-3-VRF erreichbar. Wer eine dieser Schnittstellen erreicht, sendet präparierte Daten an den Dienst und führt sie als Code mit Root-Rechten aus. Ein Ausnutzungsversuch kann zudem den Prozess S1HAL zum Absturz bringen und einen Geräteneustart auslösen.
Betroffen sind zehn Nexus-9000-Modelle. Angriffe sind bislang nicht bekannt. Cisco verweist auf den Software Checker zur Ermittlung einer bereinigten NX-OS-Version. Lässt sich ein Update nicht kurzfristig einspielen, schränken Infrastructure Access Control Lists den Zugriff auf die betroffenen Ports ein; für bestimmte NX-OS-Versionen steht zusätzlich ein temporärer Live-Protect-Shield bereit.
Was jetzt zu tun ist:
- Betroffenheit über den Software Checker prüfen
PRÄVENTION & DETEKTION
Ein Schwachstellenmanagement stellt sicher, dass sicherheitsrelevante Updates zeitnah identifiziert werden, wodurch die Angriffsfläche reduziert und die Ausnutzung kritischer Sicherheitslücken verhindert werden kann.
Autor: Christoph Kronabel