BEDROHUNG
Mehrere kritische Schwachstellen in Fortinet FortiSandbox ermöglichen nicht authentifizierten Angreifern Remote Code Execution (RCE). Fortinet veröffentlichte bereits Ende April Updates; die CISA bestätigt nun aktive Ausnutzung und hat die Lücken in den KEV-Katalog aufgenommen.
Die als CVE-2026-39808 und CVE-2026-25089 geführten Schwachstellen wurden beide als kritisch eingestuft. Nicht authentifizierte Angreifer können unter bestimmten Umständen über Command-Injection Code aus der Ferne ausführen – eine Benutzerinteraktion ist dafür nicht erforderlich. Das Threat-Intelligence-Unternehmen Defused beobachtete innerhalb kurzer Zeit mehrere Exploit-Versuche. Neben den aktiv ausgenutzten Schwachstellen benannte Defused auch CVE-2026-39813, für die bislang jedoch keine dokumentierte Ausnutzung vorliegt. BleepingComputer berichtete ebenfalls über die Warnung der CISA.
Da Schwachstellen in Fortinet-Produkten regelmäßig für Ransomware-Angriffe missbraucht werden, ist schnelles Handeln geboten.
Was jetzt zu tun ist:
- Umgehend die von Fortinet bereitgestellten Patches einspielen.
Zugang zu online exponierten FortiSandbox-Instanzen restriktiv beschränken und exponierte Angriffsflächen minimieren.
PRÄVENTION & DETEKTION
Regelmäßige Penetrationstests helfen dabei, Fehlkonfigurationen, unnötig exponierte FortiSandbox-Dienste und ausnutzbare Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren und zu beheben, bevor Angreifer diese für eine Kompromittierung missbrauchen können.
Ein kontinuierliches Schwachstellenmanagement stellt sicher, dass sicherheitsrelevante Updates zeitnah identifiziert werden, wodurch die Angriffsfläche reduziert und die Ausnutzung kritischer Sicherheitslücken wie in FortiSandbox verhindert werden kann.
Eine EDR (Endpoint Detection an Resonse)Lösung hilft Endpunktaktivitäten zu überwachen.
Autor: Michael Niers