#Angreifer lesen GitLab-Server binnen Stunden aus

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BEDROHUNG

GitLab hat Patches für mehrere Schwachstellen in Community Edition und Enterprise Edition veröffentlicht. Darunter befindet sich eine mit CVSS 10.0 bewertete Lücke, für die Angreifer bereits wenige Stunden nach der Bekanntgabe erste Ausnutzungsversuche starteten. Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA nahm sie daraufhin in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Schwachstellen auf.

CVE-2026-85706 ist ein Path-Traversal-Fehler in der Repository-Commits-API. Weil die Pfadbegrenzung unzureichend greift und die Authentifizierung nicht durchgesetzt wird, können nicht authentifizierte Nutzer unter bestimmten Bedingungen beliebige Dateien vom GitLab-Server auslesen – etwa Protokoll- und Konfigurationsdateien mit Zugangsdaten, Secrets oder anderen sensiblen Informationen.

Das Security-Unternehmen watchTowr beobachtete entsprechende Anfragen in freier Wildbahn nur Stunden nach der Veröffentlichung. Voraussetzung ist mindestens ein öffentliches Projekt auf der Instanz, weshalb selbstverwaltete, öffentlich erreichbare Systeme besonders gefährdet sind. Betroffen sind Versionen ab 18.7; die Versionen 19.1.8, 19.2.6 und 19.3.2 beheben den Fehler.

 

Was jetzt zu tun ist:

  • Auf 19.1.8, 19.2.6, 19.3.2 oder neuer aktualisieren
  • öffentlichen Zugriff beschränken

     

PRÄVENTION & DETEKTION

Ein wirksames Schwachstellenmanagement hätte die betroffenen GitLab-Schwachstellen frühzeitig identifiziert und die Installation der bereitgestellten Sicherheitsupdates ermöglicht, bevor eine Ausnutzung stattfinden kann. Ergänzend erkennt eine EDR-Lösung verdächtige Aktivitäten wie das Senden präparierter Anfragen oder ungewöhnlicher Befehle an den GitLab-Server und unterstützt so die frühzeitige Erkennung von Angriffsversuchen.

 

Autor: Michael Niers 

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