Der Ansatz "Network Access Control" (oder auch
"Endpoint Admission Control", "Endpoint Security") verlangt von
einem an das Unternehmensnetz angeschlossenen Rechner ein vordefiniertes
Maß an Sicherheit. Ist dies nicht gegeben, wird das Gerät je nach Konzept
automatisch am nächsten kontrollierten Netzknoten (Router, Switch) von
der Teilnahme am Netz ausgeschlossen bzw. ihm Rechte im Netz (File-Serverzugriff,
VPN-Zugriff) entzogen. Zumindest sollte eine Meldung generiert werden,
welche den verantwortlichen Administrator über das Sicherheitsrisiko informiert.
Wird eine Zugangskontrolle für unautorisierte Clients angeboten, wird
dies meist über 802.1X (am Ethernet-Switch oder WLAN-Access-Point) realisiert
und von einigen Herstellern "Rogue Prevention" genannt. Die zentral erzwungene
Konfiguration auf einem Client wird auch "Policy Enforcement" oder "Policy
Compliance Control" genannt.
Anwendungsfälle können somit im Einzelnen sein:
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Zugangskontrolle für ein WLAN, das mit dem internen Firmennetz verbunden ist |
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Zugangskontrolle für mobile Firmenrechner, die sich per VPN verbinden,
z. B. Laptops, PDAs, Smartphones |
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Zugangskontrolle für firmenfremde Laptops im Unternehmensnetzwerk,
z. B. von Beratern oder Besuchern |
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Konformität der eigenen Rechner mit technischen Sicherheitsrichtlinien:
Erweiterung des Patch-Managements um bedarfsgesteuertes Update |
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Transparente Kommunikation und Statusermittlung des aktuellen Risiko-Niveaus
an das IT Risk Management |
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Erleichterung von Umzügen durch eingesparte Switch- und Firewall-Konfigurationen |
Aus den Anwendungsfällen ergeben sich folgenden Teilaufgaben, die durch
eine oder mehrere Lösungen/Teillösungen erfüllt werden:
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Erkennen von
- fehlender, jedoch obligatorischer Software (z. B. Virenschutz,
Software-Patches, etc.)
- falsch konfigurierter, manipulierter Software (z. B. umkonfigurierte
Personal Firewall, Virenschutz, etc.)
- unerlaubt installierter Software (z. B. Hackertools, Spiele,
etc.)
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Zentrale Zugangskontrolle auf Basis von Policies, unabhängig vom
tatsächlichen Zugangspunkt |
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Zentrale Alarmierung und Protokollierung |
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Umleiten von nicht-konformen Clients in ein "Quarantäne"-Netz, dass
nur begrenzten Zugriff, z. B. auf Virenmuster-Updates erlaubt. |
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Transparente Kommunikation und Statusermittlung des aktuellen Risiko-Niveaus
an das IT Risk Management |
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Zentrale Ansteuerung von Patch- oder Update-Prozessen |
Die gesamte Infrastruktur besteht i. A.
aus folgenden drei Teilen:
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dem Agenten, |
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dem Netzzugangspunkt und |
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dem Policy Enforcement Server. |
Bei dem Agenten handelt es sich um eine Komponente auf dem Client, die
den eigentlich Client Check vornimmt und ggf. auch den Zugang zum Netz
verbietet. Eine Umkonfiguration oder ein Abschalten des Agenten sollte
deshalb nur dem Administrator und nicht dem Nutzer des Rechners möglich
sein.
Der Netzzugangspunkt ist die Kontrollschnittstelle auf dem diensteanbietenden
Gerät, wie Switch, WLAN-Access-Point oder VPN-Router.
Policy Server Decision Points sind zentrale Instanzen, die die Richtlinien
verwalten und aufgrund des Zustandes entscheiden, welche Rechte der Client
erhält oder welche Aktionen durchzuführen sind. Neben dem eigentlichen
Policy-Server gehören hierzu auch ein AAA-Server (Authentication, Authorization,
Access), also z. B. einem RADIUS-Server, sowie eine Nutzerdatenbank in
Form eines Directory-Servers.
Der derzeitige Stand der NAC-Security bietet ausreichend Konzepte
und Lösungen unterschiedlicher Hersteller, um Virenschutz-Aktualität,
VPN-Konfiguration und Firewall-Einstellungen gängiger Anbieter auf den
Endgeräten sicherzustellen. Der zu installierende Agent fügt sich in eine
herstellerabhängige Infrastruktur inkl. Policy- und Autorisierungsserver
ein. IEEE 802.1X wird dabei als Standard zur Zugangskontrolle an Netzwerkknoten
(Switch, Access Point) verwendet. Zu beachten ist also, dass die Lösungen
wesentlich tiefer in der Infrastruktur verankert sind, als nur auf dem
Client. Dies fordert ausreichende Planung und Koordination. Zudem muss
eine Entscheidung für die Wahl eines bestimmten Anbieters frühzeitig gefällt
werden, da der Markt noch nicht standardisiert genug ist, um verschiedene
Herstellerlösungen zu kombinieren.
ConSecur hilft Ihnen bei:
1 |
_Konzept-Entwicklung für eine Network-Access-Control-Lösung auf
Basis einer Definition der Anforderungen und Analyse der aktuellen Situation. |
2 |
_Produktauswahl und Evaluation, Implementation und Test eines Piloten |
3 |
_Systemintegration: Projektsteuerung der Tests, Installation, Betriebsintegration
und Roll-Out |
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